Jubel, Trubel, Heiterkeit! Mit diesen drei vielsagenden Worte lässt sich die Partylandschaft an der Saar in den letzten Wochen am besten beschreiben. Denn wieder einmal ist es so, dass uns nicht nur die üblich verdächtigen Party-Hotspots mit reichlich Feiertreiben bespaßt haben, sondern auch im Februar gab es beste Aussichten auf hochwillkommen Neuzugänge. Damit ist natürlich auch das GLORIA STAGES gemeint, dass jetzt im März lang erwartet endlich eröffnen wird, darüber hinaus aber freut sich ganz Partysaarland auf die kommenden Geschehnisse im ehemaligen Rhenania-Gebäude am Osthafen. Hier sollen in nicht allzu ferner Zukunft die legendären SEKTOR HEIMAT Nächte eine Fortsetzung finden, die dereinst im RÖMERKASTELL für flächendeckende Verzückung sorgten. Das kann ja heiter werden! Aber zuerst wenden wir uns wie üblich erstmal den Geschehnissen der letzten Wochen zu und der Februar hatte so einiges zu bieten.
Richtig Mühe mit der Schlagzahl an Storys und Gerüchten mitzuhalten, die schon vor der Eröffnung kursierten, dürfte das GLORIA STAGES haben. Bevor es jetzt endlich 3. März soweit ist, verging kaum eine Woche in der nicht sensationelle Neuigkeiten aus dem ehemaligen N8WERK die saarländische Partycrowd in Aufruhr versetzten. Allein was da an Namen bezüglich anstehender DJ-Bookings durchsickerte ist aller Ehren wert und erreicht wieder ein Level, das in unserer kleine Metropole seit einstmals David Guetta, Axwell, Steve Aoki oder Boysnoize das BLAU beehrten, kaum noch erreicht wurde. Immerhin können wir schon in den ersten Wochen auf Helden wie Sonny Fodera, Sam Divine oder Mat Joe freuen und auch von einer Party in Kooperation mit dem PACHA war zu hören. Ein weiterer Paukenschlag war das Bekanntwerden der Zusammenarbeit mit dem ARNIE&JULES in Sachen nächtlicher Verpflegung. Die Zeiten von Tiefkühlkost sind passé und das GLORA STAGES verwöhnt seine Gäste nämlich künftig mit leckersten Schmackofatz à la Burger & Co.
Licht- und Dj-Gott Sebastian K. das Lichtpult seiner Träume bauen durfte geriet das Ganze etwas aus dem Ruder. Okay, der Vergleich zwischen einem Urnengrab auf dem Stadtfriedhof und einer ägyptischen Pyramide hinkt ein bisschen, aber die Richtung kommt in etwa hin. Also Mausoleum dürfte das Teil allemal durchgehen. Ob Sebastian aber wirklich neben einem Kühlschrank, Mikrowelle und Burgergrill wirklich auch einen Jacuzzi integriert hat, werden wir wohl erst bei der Inbetriebnahme des jetzt schon legendären Teils Mitte März erfahren.
Das Saarbrücker Lebenslust und Feierfreude auch gerne mal aus dem Saarland heraus exportiert wird stellte jetzt auch wieder der um triebigste Partyverein der Stadt, die Hämpels, bekannt aus SOHO, KVARTIR KRONE und NUMBER ONE, mit ihrem letzten Event unter Beweis, bei dem sich Unglaubliches abspielte. Um 6 Uhr morgens hatte sich der halbe Verein mit 60 Personen zum Tagesausflug Richtung Feldberg aufgemacht – vollgepackt mit guter Musik, guter Laune und vor allem reichlich Cremant, dem Saarbrücker Party-Zaubertrank! Am Ziel angekommen, passierte dann das gänzlich Unerwartete: es wurde tatsächlich Skigefahren! Und das bei strahlendem Sonnenschein! Erst gegen 14 Uhr (!) wurde die Schirmbar aufgesucht, um die durstigen Kehlen zu löschen. So viel gute Laune blieb nicht so ganz folgenlos und einer Hämpelin hat es am Feldberg sogar so gut gefallen, dass sie gleich die ganze Nacht dort geblieben ist, um mit den Einheimischen weiter zu „feiern“ – wohlgemerkt OHNE Gepäck! Überragend! Das verdient natürlich vereinsintern einen Award bei der kommenden Hämples-Weihnachtsfeier. Auf der Rückfahrt sorgte dann im Bus die allseits bekannte Fräulein Else für mächtig Apres-Ski-Stimmung. Da blieb (fast) keiner mehr auf seinem Sitz – alles tobte wild durch den Bus. Wer nun denkt, dass bei Ankunft der Spaß ein Ende hatte, der irrt sich aber gewaltig: denn die von den Heartbeats-Jungs organisierte Apres-Ski-Party im SOHO ging dann auch noch gewaltig durch die Decke. Die DJs Splash und Icelow aktivierten dann die wirklich allerletzten Reserven der Protagonisten und so mancher schaffte sogar noch ein wenig Platz für ein oder fünf Berliner Lüftchen. Wahnsinn! Da haben schon einige Angst vor der nächsten Hämpels-Feierei, der zweijährigen Heartbeats-Geburtstagsfeier im Club Number One am zweiten Aprilsamstag! Dann allerdings nur mit dem gewohnten Heartbeats-Sound, was aber natürlich der Stimmung keinen Abbruch tut!
Stimmung jenseits von Gut und Böse hatte auch die KUFA zu bieten und wurde damit wieder einmal ihrem ausgezeichneten Ruf, insbesondere was Hip Hop angeht, mehr als gerecht. Bestes Beispiel war die Nacht mit keinem Geringeren als Maitre Gims als Stargast. Der Laden pickepackevoll und die Musik kannte keine Gnade. Gims hat einfach gerockt Ob Dark Beats, jamaikanische Klänge oder R’n’B-Flows – der französische Rapper überzeugte in allen Genres. Eingerahmt das Ganze von den erfahrenen Skillz von Dj Antar & Eklips, die auch die Afterparty in einen Hexenkessel verwandelten. Die nächste Eskalationsstufe dürfet dann garantiert Mitte März erreicht werden, wenn US-Rapper Kid Ink am 18.03. in der KUFA vorbeischaut.
Manche Sachen sind schon beim ersten Mal lustig, aber wenn sich das dann auch noch wiederholt kann man schon den Kopf schütteln – vor Lachen. Das immer mal wieder junge und junggebliebene Menschen in den unterschiedlichsten Alkoholisierungsgraden aus dem NUMBER ONE stürzen ist jedes Wochenende zu beobachten und natürlich kommt es dabei immer wieder zu kleinen Pannen. Echte Highlights sind dabei oft mit den Versuchen verbunden ein Taxi zu erreichen, bzw. in ein solches einzusteigen. Das Endboss-Level erreichen aber nur diejenigen Kandidaten, die noch nicht mal mehr ein Taxi erkennen, wie z.B. jene junge Dame, die nachdem sie an Weiberfastnacht auf der AFTERWORK Party stundenlang im CLUB NUMBER ONE alles gegeben hatte, eigentlich nur nach Hause wollte. Nachdem sie geradezu halsbrecherisch, aber zum Glück unverletzt, die Treppe zum Ausgang des Clubs herunter getorkelt war, führten in seine unsicheren Schritte Richtung der Taxis. Dort stand allerdings auch wegen eines Einsatzes in der Bahnhofstraße ein Streifenwagen der Saarbrücker Polizei und das sollte unseren Protagonistin zur Falle werden. Denn vollkommen ungeachtet der für eine Taxe doch recht untypischen grün-weißen Lackierung und des komisch runden und blauen Aufbaus auf dem Dach, steuerte die Schnapsdrossel auf einmal auf den Dienstwagen der Freunde und Helfer zu. Andere Gäste, die ebenfalls gerade den Club verlassen hatten, sahen das zwar noch und versuchten sie lautstark auf seinen drohenden Irrtum hinzuweisen, aber das half auch nichts mehr. Die Gute hatte bereits den Wagen mit dem Stern der Schutzmacht erreicht, öffnete schwungvoll die Tür zum Fond des Wagens und ließ sich auf dem Rücksitz nieder. Noch bei offener Tür versuchte sie ganz offensichtlich ihr gewünschtes Fahrziel zu artikulieren, brachte allerdings nicht ein einziges verständliches Wort heraus. Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren sich dann wohl alle Umstehenden einig, dass sie nun wohl garantiert eine Freifahrt in die Ausnüchterungszelle gewonnen hatte, aber das war weit gefehlt. Denn nachdem die beiden Beamten vorne im Wagen erst mal heftig gelacht hatten, zeigten sie sich von ihrer besonders fürsorglichen Seite und begleiteten die Fehlgeleitete zum nur eine Wagenlänge entfernt stehenden Taxi. Das nennen wir mal echte Freunde und Helfer. Wirklich super!
Genau so freundlich sind übrigens auch die bezaubernden Thekenfeen im Traditionsclub, auch wenn sie manches Mal schon eine Engelsgeduld brauchen – und eine gehörige Portion Humor. So hat unlängst ein noch nicht mal sonderlich betrunken oder verwirrt wirkender junger Mann, eine der ungemein charmante jungen Damen mit seiner Bestellung überrascht. Er wollte nämlich allen Ernstes eine Portion Pommes und konnte sich gar nicht mehr beruhigen als er hörte, dass die nicht wirklich zum Angebot des Clubs gehören. Abschließend wollte er dann nur noch wissen, wieso um alles der Welt keine Pommes serviert werden. Was lernen wir daraus? Seid vorsichtig mit den Drogen Kinder!
Bleiben wir noch ein wenig in dieser Nacht, wechseln nur die Location. Der absolute Höhepunkt am Faschingsdonnerstag war aber, wie nicht anders zu erwarten war, die WEIBERFAASENACHT in der CONGRESSHALLE. Himmel und Menschen stapelten sich bei bester Laune bei, gemeinsam mit dem PREMABÜBA, Saarlands größter Faschingssause Kippen ohne umzukippen, hier gar kein Problem, denn die platzte aus allen Nähten und so war vielerorst umfallen schlicht gar nicht möglich. Aber das wollte ja auch gar keiner, denn es war wieder ein absolutes Highlight und vielleicht sogar der mit Abstand amüsanteste Weg in die Hallen-Faasenacht in Saarbrücken zu starten. Die WEIBERFAASENACHT ist ja längst aus dem Schatten des PREMABÜBA herausgetreten und steht dem weder in Sachen Besucherzahlen und erst recht nicht was die Stimmung angeht in nichts nach. Der Schuldige hierfür war auch schnell gefunden: sämtliche DJs und Livebands gabe3 ihr Bestes und das bunt kostümierte Publikum hielt locker mit. Kein Wunder also, dass der Faasend-Donnerstag in der Congresshalle mittlerweile als absolute Pflichtveranstaltung gilt. Alleh hopp 2018!
Eigentlich muss man über den momentan wohl angesagtesten Club in der Kaiserstraße nicht viele Worte verlieren, aber das SOHO legt Woche für Woche noch eine Schippe drauf. Seit hier die langediente der unvergleichliche DJ „Tequila fur alle“ Thomas mit seinem APARTMENT die Sache in seine kundigen Hände genommen hat, stehen im ehemaligen Asia-Shop vor allem Freitags die Zeichen auf Sturm. Das APARTMENT entwickelt sich zusehends und mit welcher Vehemenz hier bis ins Morgengrauen gefeiert wird, spottet eigentlich jeder Beschreibung. Das natürlich nur im positivsten Sinne, denn wie sollte man auch glaubhaft beschreiben, dass selbst die höchst exhibitionistischen Handlungen des Mitbetreibers eines hochangesehenen Saarbrücker Clubs komplett im Getümmel untergingen. Erst als dieser sich dann gegen Ende jener exzessiven Partynacht zu einem Schläfchen niederlegen wollte, wurde dem ein oder andern klar, was für eine rauschende Ballnacht dies doch gewesen war. Doch nicht nur Studenten- oder Black-Events legen im SOHO in jüngster Zeit die Latte immer höher. So waren gerade die 90er Partys in den letzten Wochen eine Kaliber für sich und wer Thomas und Hausherr Nasser O. kennt, weiß dass im SOHO mit Sicherheit noch mehr kommt Und gegen mehr Treiben in der Club- und Partyszene unseres Städtchen hat ja kaum wohl keiner was einzuwenden.
Zum guten Schluss eine ganz besondere Meldung, deren, wenn auch indirekter, Einfluss auf das nächtliche Treiben nicht zu unterschätzen sein dürfte. Mitte Februar sickerten nämlich erste Gerüchte über die Eröffnung einer neuen Location im Nauwieser Viertel durch. Allerdings war nicht von einem Club oder einer Bar die Rede, sondern von einem neuen Klamottenladen, der dafür sorgen wird, dass die InCrowd unseres Städtchens auch nachts noch besser aussehen wird. Die eigentliche Verbindung ins Nachtleben ist aber eine andere: Betreiberin des Stores, der offiziell im März in der Nähe vom Humptys eröffnen wird, ist die wunderherrlich bezaubernde Sarah de la Rosa. Und wenn unser aller Lieblingsplattenlegerin so was an den Start bringt, können wir uns was zwei Sachen angeht, wohl vollkommen sicher sein: erstens, der Laden wird genauso abwechslungsreich und dabei stilsicher, wie die Sets der Teilzeit-Thailänderin – und zweitens: der Name wird bestimmt was mit „rosa“.
Und als allerletztes noch ein Wort zu einem auffällig positivem Beispiel im Umgang mit tradierten Geschlechterrollen – gewissermaßen for those who know. Es ist halt immer wieder toll anzusehen, wenn leitende Mitarbeiter der angesagten Locations, auch in eher ländlichen Gefilden außerhalb der Landeshauptstadt, sich offensiv gegen Vorurteile stellen und selber beispielhaft offen mit ihrer Sexualität umgehen. Das muss nicht immer plakativ und aufdringlich von Statten gehen, oftmals reichen auch kleine aber feine Gesten, die beispielsweise die weibliche Seite eines ansonsten gestandenen Mannsbildes hervorhebt. Und zur Not tun es auch drei, vier Dosen 8×4 „Wild Flower“ Deo pro Nacht.
In diesem Sinne, take care J.K.T












































