Der mittellose Peter sucht aus Liebe zu der schönen Lisbeth einen Weg, um reich zu werden. In seiner Verzweiflung lässt er sich auf einen Pakt mit dem teuflischen Holländer-Michel ein, der ihm anstelle seines Herzens einen Stein in die Brust setzt. Befreit von jeglichem Mitgefühl gelangt Peter schnell zu Reichtum und Ansehen. Doch Lisbeth erkennt ihren einst so gutmütigen Peter kaum wieder und wendet sich von ihm ab. Um Lisbeth zurückzugewinnen, muss Peter um sein Herz kämpfen. Schon oft wurde dieses Hauff-Märchen verfilmt, die beste Adaption bleibt die Defa-Fassung aus den 60er Jahren. Wieso sich ein aufstrebender Regisseur wie Ophüls-Gewinner Johannes Naber ausgerechnet für diesen Stoff entschieden hat, bleibt ein Rätsel. Bewies er mit „Zeit der Kannibalen“ nach dem ökonomischen Minimalprinzip wie viel man mit mit nur einem Raum und drei Schauspielern und einem grandiosen Buch machen kann, dreht er das Prinzip hier um. Viel Geld wurde hier für opulente Ausstattung und ein großes Star-Ensemble verwendet, doch das Ergebnis an der Kinokasse wird die Macher sicher ebenso enttäuschen, wie die mangelnde Originalität des Films die Zuschauer.
D 2016 – Märchen, Fantasy
Regie: Johannes Naber (Zeit der Kannibalen)
Drehbuch: Johannes Naber (Nordwand), Christian Zipperle (Böses Erwachen), Steffen Reuter (Strelitz), Andreas Marschall (Masks)
Darsteller: Frederick Lau (SMS für Dich), Henriette Confurius (Die geliebten Schwestern), Sebastian Blomberg (Baader-Meinhof Komplex), Moritz Bleibtreu (Stereo), Milan Peschel (Der Nanny), André Hennicke (Victoria)
Länge: 119 Minuten
Kinostart: 20. Oktober 2016
Läuft wo: Camera Zwo Saarbrücken
Wertung: 6 von 10
Kino & Filme
Das kalte Herz

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