Mimi Wunderlich – alleinerziehend in Mannheim – hat soeben ihren Job verloren und auf dem Parkplatz einen Verehrer angefahren. Nur, weil sie schon wieder Hals über Kopf zur Schule musste, wo der hyperaktive Sohn eine Lehrerin in den Schrank gesperrt hat. Mimis manischer Vater (Toni Erdmann-Darsteller Peter Simonischek) ist aus dem Krankenhaus getürmt und verwettet samt neuer Flamme aller Hab und Gut beim Pferderennen. Mimis Mutter (Hannelore Elsner) pflegt ihre Depression, die toughe Schwester (Christiane Paul) denkt nur an sich und ihren Frisörsalon und Ex-Mann Johnny – eine Art schlechte Keith Richards-KiK-Kopie – lebt ein Versager-Rockstar-Leben im Hotel. Mimi kümmert sich um alle und ist kurz vorm Nervenzusammenbruch als die Einladung zur Second-Chance-Talent-Show à la „Voice of Irgendwas“ reinflattert und sie nach viel Bitten und Betteln die Möglichkeit sieht, den ganz großen Traum als Sängerin doch noch zu verwirklichen.Und schon sitzt man im Wohnmobil Richtung Zürich zur Show, in der Thomas Anders, Sabrina Setlur und Friedrich Liechtenstein als Jury fungieren. Dani Levy galt in seinen Anfängen mal als sowas wie ein deutschsprachiger Woody Allen. Doch mit diesem Film ist er am Tiefpunkt seines Schaffens angelangt. Kein Gag zündet, nie hat man die Darsteller schlechter gesehen und sowieso alles schon besser in „Little Miss Sunshine“.
D, CH 2016 – Komödie
Regie & Drehbuch: Dani Levy (Alles auf Zucker)
Darsteller: Katharina Schüttler (Oh Boy), Christiane Paul (Die Vampirschwestern), Hannelore Elsner (Kirschblüten – Hanami), Steffen Groth (Ein Freund von mir), Peter Simonischek (Toni Erdmann)
Länge: 103 Minuten
Kinostart: 13. Oktober 2016
Läuft wo: CameraZwo Saarbrücken
Wertung: 4 von 10
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Die Welt der Wunderlichs

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