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Kino & Filme

Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

Natalie Portman, die in Jerusalem geboren wurde, gibt mit der ergreifenden Verfilmung von Amos Oz‘ wichtigstem Buch ihr viel beachtetes Regiedebüt, das 2015 in Cannes eine umjubelte Premiere feierte. Amos wächst in den 1940er-Jahren in Jerusalem auf, wo die aus Europa vertriebenen Juden auf eine neue Heimat hoffen. Von diesem gelobten Land träumt auch Amos‘ Mutter Fania (gespielt von Portman selbst), die den kleinen Jungen mit fantasievollen Geschichten von früher fasziniert, von ihrer Familie und ihrem Zuhause in Polen. Der ersehnte Staat kommt und bringt einen neuen Krieg. Aber auch als Israel endlich unabhängig ist, ändert sich für Fania nichts. Ihr großer Traum vom gelobten Land, wo alles möglich ist, hat sich nicht erfüllt. Der Alltag wird ihr zur Last, auch ihr Sohn Amos kann sie nicht vor der Finsternis bewahren und muss mitansehen, wie sie immer schwermütiger und teilnahmsloser wird. Der Film erzählt bewegend und mit einer beeindruckenden Ökonomie von einem Jungen, der viel zu schnell erwachsen werden muss, von großen Träumen und Enttäuschung, von Ende und Neuanfang. Für die poetischen Bilder zeichnet Kieslowski-Kameramann Slawomir Idziak („Black Hawk Down“, „Gattaca“) verantwortlich.
OT: A Tale of Love and Darkness – ISR 2015 – Drama
Regie: Natalie Portman (New York, I love you)
Drehbuch: Natalie Portman (Eve), Amos Oz (Der kleine Verräter)
Darsteller: Natalie Portman (Black Swan), Amir Tessler (Debüt), Makram Khoury (München), Gilad Kahana (The Man in the Wall)
Länge: 98 Minuten
Kinostart: 03. November 2016
Läuft wo: CameraZwo Saarbrücken
Wertung: 8 von 10

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