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Kino & Filme

Ferien

Vivian Baumann (Britta Hammelstein) weiß nicht recht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Sie steht auf dem Sprung zu einem erfolgreichen Staatsanwältinnen-Dasein, doch nichts deutet darauf hin, dass sie in diesen Beruf passt. Es deutet eigentlich auch nichts darauf hin, dass sie in das Leben passt, dass sie führt. Auch nicht in die Beziehung mit ihrem Freund, die ihre besten Tage gesehen zu haben scheint. Auch nicht mehr in den Schutz der Familie, wie diese klar durchblicken lässt. Ferien auf Borkum, rät der Vater (Detlev Buck), seien jetzt genau das Richtige, außerdem will er sowieso selbst dorthin. Und so gerät Vivian auf diese Insel, lässt sich auf ihr treiben, macht Bekanntschaften wie den kauzigen Ladenbesitzer Otto (Ferdinand von Schirach) und nimmt schließlich Quartier bei der alleinerziehenden »Biene«, in deren Konflikte sie halb und halb mit hineingerät. Bernadette Knollers minimalistischer, häufig improvisiert wirkender Film »Ferien« vertraut auf das Erzählpotential einer jungen Frau in der Lebenskrise, schlägt aus dem Thema aber keine Funken. Zeitweise entwickelt der Film einen Charme der Unbedarftheit, des Unvollkommenen und der Entschleunigung, der angenehm unterhält, aber in der Summe greift er sowohl in der Handlung wie in der Inszenierung zu kurz.
D 2016 – Komödie, Drama
Regie: Bernadette Knoller (Mein Mallorca)
Drehbuch: Paula Cvjetkovic (Debüt)
Darsteller: Britta Hammelstein (Freier Fall), Golo Euler (Fado), Detlev Buck (Sonnenallee), Inga Busch (Palermo Shooting)
Länge: 89 Minuten
Kinostart: 7. Juli 2016
Läuft wo: Camera Zwo Saarbrücken
Wertung: 6 von 10

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