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Kino & Filme

Frühstück bei Monsieur Henri

Henri Voizot (wunderbare Altersrolle für den großen Claude Brasseur) ist einer dieser typischen alten Käuze, lange verwitwet, und vom jahrzehntelangen Alleinsein ein bisschen verschroben und grantig. Sein Sohn vermittelt ihm die junge Studentin Constance zur Untermiete. Diese scheint gewappnet gegen die rauhe Schale des alten Herrn und versteht schon bald, den weichen Kern darunter frei zu legen. Und so erwärmt sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten auch das Herz des alten Mannes gegenüber der Musikerin. Bald schon schließen beide einen Pakt: Sein Sohn ist seiner Meinung nach schlecht vermählt, und so bietet er Constance den Erlass der Kaution und ein halbes Jahr mietfreies Wohnen an, wenn es ihr gelingt seinen Sohn und die in seinen Augen grenzdebile Schwiegertochter auseinander zu bringen. Den Zuschauer erwartet hier aber dennoch keine screwballartige Beziehungskomödie, vielmehr fokussiert der Film eher auf die leisen Zwischentöne des menschlichen Miteinanders und löst am Ende – wie könnte es anders sein, bei einem französischen Film mit dem Wort Monsieur im Titel? – auch Taschentuchalarm aus.
F 2016 – AOT: L’ étudiante et M. Henri – Komödie
Regie & Drehbuch: Ivan Calbérac (Simple)
Darsteller: Claude Brasseur (La Boum), Noémie Schmidt (Coda), Guillaume de Tonquedec (Der Vorname), Frédérique Bel (Monsieur Claude und seine Töchter)
Länge: 98 Minuten
Kinostart: 14. Juli 2016
Läuft wo: Camera Zwo Saarbrücken
Wertung: 7 von 10

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