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Kino & Filme

Im Namen meiner Tochter – Der Fall Kalinka

Der Fall, der diesem Film zugrunde liegt, beschäftigte die deutsch-französische Presse und Justiz bereits seit über 30 Jahren und nahm im Juli 1982 ihren Anfang, als André Bamberski erfuhr, dass seine 14-jährige Tochter Kalinka tot ist. Sie verbrachte die Ferien bei ihrer Mutter und ihrem deutschen Stiefvater am Bodensee. Die Begleitumstände ihres Todes erscheinen jedoch suspekt: Sowohl das Verhalten von Krombach, als auch die Autopsie lassen viele Fragen offen. Von Krombachs Missbrauch und Mord überzeugt, kennt der Vater nur noch ein Ziel: ihn zu überführen und Gerechtigkeit für seine Tochter zu erlangen. Ein Kampf gegen Behörden und Instanzen beginnt und wird zur Obsession seines Lebens. Basierend auf der Autobiografie Bamberskis tappt der Film leider in die Falle vieler auf wahren Begebenheiten basierenden Selbstjustizdramen: Er fokussiert sich auf den behördlichen Irrsinn und vergisst das Innenleben, den Wahn und die Ohnmacht des Protagonisten. So bleibt der Film trotz namhafter Darsteller mangels besseren Skripts und Regie leider hinter seinen eigenen Ansprüchen weit zurück.
OT: Au nom de ma fille – F, D 2016 – Drama
Regie: Vincent Garenq (Haftbefehl)
Drehbuch: Julien Rappenau (Largo Winch)
Darsteller: Daniel Auteuil (Caché), Sebastian Koch (Das Leben der Anderen), Marie-Josée Croze (Schmetterling & Taucherglocke), Christelle Cornil (Zwei Tage, eine Nacht)
Länge: 87 Minuten
Kinostart: 20. Oktober 2016
Läuft wo: Filmhaus Saarbrücken
Wertung: 6 von 10

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