Als Veganer lässt es sich in Großstädten mittlerweile sehr gut leben. Doch wie sieht es fernab der hippen Metropolen aus? Ein kleiner Laden inmitten der Hauptstadt des zweitkleinsten Bundeslandes Deutschlands lässt hier keine Wünsche offen. Beim Betreten des Raumes zieht eine warme Luft vereint mit dem Duft von frischgekochtem Essen in die Nase. Sofort legt sich die gemütliche Atmosphäre wie eine sanfte Umarmung um den Körper. Es dauert nur wenige Sekunden bis ein Mann hinter einem Vorhang hervor springt. Sven Zimmer, der Geschäftsführer von Tante Emmas Veganeria, ist eigentlich gelernter KFZ-Mechaniker, doch sein Job erfüllt ihn nicht. Im Mai 2016 eröffnet er mit seiner Frau Anna den ersten und einzigen tierproduktfreien Lebensmittelhandel in Saarbrücken. Schnell wird deutlich: er ist das Gesicht der Veganeria, lebt für den Laden. Immer wieder winkt er Menschen, die draußen vorbeilaufen und durch die große Fensterfront hinein schauen. Auch wenn die in Brauntönen gehaltene nostalgische Ornamenttapete hinter der Theke und der große Kronleuchter als erstes ins Auge stechen, der Grund warum die Menschen hier her kommen ist die riesige weiße Regalwand, die mit unzähligen Produkten in den asymetrisch angeordenten Regalen alles bietet, was das vegane Herz begehrt. Das Konzept der Veganeria ist nicht nur für das hippe, idealistische Publikum attraktiv. Die Ware stammt von kleinen Manufakturbetrieben und alle Produkte sind sorgfältig ausgewählt und vorher getestet. Die Fleischersatzprodukte und der vegane Käse sind im Gegensatz zu vielen im Supermarkt erhältlichen veganen Produkten frei von chemischen Inhaltsstoffen. In Zukunft soll es mehr in Richtung vegane Feinköstlichkeiten auf fairer Basis gehen und größer soll es auch werden. Aber nur solange Sven weiterhin das Gesicht hinter der Theke bleiben kann…
Tante Emmas Veganeria, Rotenbergstraße 28, 66111Saarbrücken, Tel: 0681- 93 58 54 34






